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Komplizierte Windowswelt vs. praktische Linuxwelt

Monday, November 9th, 2009

Es ist immer wieder witzig zu hören, dass Linux doch wesentlich komplizierter zu bedienen sei als irgendeine Linux Distribution. Doch heute musste ich einmal mehr feststellen, dass es eben genau anders herum ist!
Da will man die neue Festplatte der Freundin einrichten und da man ja faul ist und nicht alles neu installieren will (schon garnicht Windows…) denkt man, dass man sich mit einem netten Programm für Windows kurzer Hand die Partitionen in Images zieht und dann auf der neuen Platte einfach wieder drauf bügelt. Im Prinzip wäre das ja auch garkein Problem gewesen, wäre da nicht die Wartezeit von >20 Stunden für eine einfache 60GB Partition voller Bilder.
Also einfach mal eben die Suchmaschine seines Vertrauens kontaktieren und sich über diverse Open Source Tools freuen. Namentlich habe ich dann einfach mal mein Glück mit Clonezilla versucht und ich war erstaunt! Die Möglichkeiten dieser kleinen Live-CD sind gigantisch im Vergleich zu dem was einem so manche kommerzielle Lösung bieten kann. Die Bedienung ist auch für Windows Nutzer denkbar einfach obwohl es sich um ein Debian basiertes Live System mit pseudografischer Oberfläche handelt.
Sehr begeistert haben mich die Möglichkeiten wie eine Platte bzw. Partition geklont bzw. gesichert werden kann, das fängt an bei einer einfachen externen Platte oder Ähnlichem und dann weiter über Samba- bzw. NFS Shares bis hin zur Sicherung über eine SSH Verbindung. Ebenso kann man sich aussuchen ob man die Partition bzw. Platte in ein Image schieben will, oder direkt von der original Festplatte auf die neue Festplatte schreiben möchte. Hierzu muss man sagen, dass die Partitionstabelle dafür ähnlich sein sollte. Sprich was auf dem Quelllaufwerk eine primäre Partition ist, sollte es auch auf dem Ziellaufwerk sein.
Innerhalb von 2 Stunden waren dann auch alle Partitionen der alten Platte auf wesentlich größere Partitionen der neuen Festplatte kopiert, inklussive einer NTFS Partition die dann auch prompt mit der neuen Größe erkannt wurde, was ich ja anfangs nicht gedacht hab ;)

Als krassen Gegensatz zu so einer einfachen Handhabung und vor allem der vielen Funktionen kann man dann direkt unter Windows die im Prinzip recht einfache Installation des Adobe Readers heranziehen. Normalerweise läd man sich eine Setup.exe oder sonst was in die Richtung von einer Webseite herunter, anschließend führt man diese aus, klickt immer brav “Jaja” und irgendwann wirds schon tun.
Nicht so beim Adobe Reader 9, da soll man sich dann erst einmal ein schönes Plugin für den Browser seiner Wahl herunterladen. Dieses übernimmt dann auch den Download der eigentlich gewünschten Software.

Software installieren von hinten durchs Augen!